
Fortbildung
Richtiges Wissen macht Spaß
Der Verein für innovative Projekte widmet sich weiter der Aufklärung, Fortbildung sowie Persönlichkeitsentwicklung. Durch die universitäre Ausbildung und umfangreiche Weiterbildung der Obfrau Dr. phil. Claudia Ulamec, werden Themen rund um Horsemanship-Bodenarbeit, Gebissloses & gewichtsbetontes Reiten, ADHS, Ethik, Emotionale Intelligenz, Kommunikative Kompetenz , Führung, Motivation, Konflikte & Teamarbeit in Form von Workshops, Seminaren und/oder Vorträge angeboten.
Harmonia: Mensch. Pferd. Entwicklung.
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Horsemanship-Bodenarbeit: Das heißt auf partnerschaftlicher Ebene wirkt man auf das Pferd ein, um gemeinsam sich auf das Reiten vorzubereiten. Es muss geklärt werden, wer der Boss (die Leitstute) ist und wer folgt. Dazu werden bestimmte Übungen gemacht und mit Kommandos die Pferde an bestimmte Aufgaben herangeführt. Auch die Körpersprache, z.B. auf das Pferd zugehen, die Hände heben (simuliert das Steigen), sind in der Zusammenarbeit mit dem Pferd sehr wichtig und werden situationsbedingt erklärt. Denn nur, wenn das Pferd einem „freiwillig“ vom Boden aus folgt, wird es einem auch als Reiter/Partner akzeptieren.
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Gebissloses & gewichtsbetontes Reiten: Ein Pferd gebisslos zu reiten ist kein Kunststück, sondern das Zeichen einer guten partnerschaftlichen Beziehung zum Pferd. Und es vereinfacht die Zusammenarbeit mit dem Pferd gewaltig, denn die Richtungsänderung, der Seitwärtsgang und Halt über den Körper des Reiters (durch Gewichtsverlagerung, Körperspannung und Beinarbeit) wird direkt auf die Schulter des Pferdes kommuniziert und nicht über das Maul bzw. Gebiss. Denn beim Gebiss kommt das Kommando über den Kopf zum Pferd, dass irritiert durch den Schmerz im Maul dann reagiert und versucht mit seinem Körper nachzugeben. Wir geben die Signale durch unseren Körper direkt an den Körper des Pferdes weiter und es braucht sozusagen gar nicht „mitdenken“ oder dem Schmerz auszuweichen. Hilfreich sind hierbei unsere Barefootsättel, die ohne steifen Baum direkt am Pferd aufliegen, und das Pferd so kleinste Gewichtsveränderungen wahrnimmt.
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ADHS, na und? ADHS ist keine Krankheit!!! Sondern laut Dr. med. Gabor Maté (2021, Unruhe im Kopf) eine Störung bezüglich sozialer Verhaltensweisen, welche situationsabhängig ist: wie sich die Störung äußert, kann bei ein und derselben Person von Situation zu Situation stark variieren. Weiters meint Maté, dass ADHS zwar biologische Fehlfunktionen in bestimmten Hirnzentren widerspiegelt (ererbte Veranlagung), aber größtenteils mit den physischen und emotionalen Erfahrungen eines Menschen in den ersten neun Monaten zusammenhängt. Das heißt: es besteht eine ererbte Veranlagung (Hypersensibilität) wie das Gehirn mit Priorisierung, Selektion und Unterbindung im Frontallappen umgeht. Bei ADHS ist eine Hypersensibilität gegeben, die die sogenannten Unterbindungsstrategien hemmt, es prallen sozusagen alle äußeren Einflüsse ungehemmt auf sie ein. ADHS-Persönlichkeiten besitzen keinen „Filter“ und sind mehr mit Abwehrreaktionen (Schreien, Rückzug) beschäftigt als positive Nervenbahnen zu bilden. Deshalb sind sie in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung weiter hinten. Sie brauchen einfach mehr Zeit diese „Lücken“ oder besser gesagt „bestimmten Schalkreise“ im Gehirn zu entwickeln. Das kann oft ein ganzes Leben dauern… Ziel: gemeinsam folgende Fragen zu beantworten: was sind meine Stärken? Was sind meine Schwächen? Wie kann ich meinen Alltag strukturieren? Wie kann ich meine Beziehungen positiv gestalten? Wie bringe ich Ruhe in meinen Kopf? Was hilft mir meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und mich selbst zu lieben?
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Ethik – oder der Sinn des Lebens: Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie, das als „Wissenschaft der Moral“ das richtige, gute Handeln sowie grundlegende Werte und Normen reflektiert. Sie analysiert sittliches Verständnis, untersucht Begründungen für Handlungen und formuliert Prinzipien. Während Moral konkrete Regeln definiert, hinterfragt die Ethik deren Notwendigkeit und Anwendung. Zentrale Fragestellungen:
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Was ist ein gutes Leben?
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Wie soll ich handeln?
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Was sind gerechte Strukturen?
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Welche Folgen hat mein Handeln oder welche Pflichten gelten?
Ethische Reflexion ist entscheidend für den Umgang mit Herausforderungen wie dem technologischen Fortschritt, der Menschenwürde und der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.
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Potenzierung der Emotionalen Intelligenz: die emotionale Intelligenz widerspiegelt die Beziehung zur eigenen Persönlichkeit und den konstruktiven Umgang mit der eigenen Emotionalität. Die Reflexion darüber lässt dann den Sinn erkennen, so dass der Verstand mit ruhigem Gewissen und ohne Panik die optimalen, kreativen, richtigen, notwendigen, usw. Entscheidungen treffen kann. Ziel: durch die Übungen mit dem Pferd vom Boden aus sowie am Pferd, wird die eigene Reflexionsfähigkeit verbessert und das Selbstbewusstsein gestärkt. Eine solche Entwicklung fördert und stärkt das Selbst in seiner Persönlichkeit und schafft eine elementare Grundbasis für einen umsichtigen und konstruktiven Umgang mit anderen Menschen in diversen Lebenssituationen.
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Stärkung der kommunikativen Kompetenz: Viele Probleme der heutigen Zeit hängen ursächlich mit Kommunikations- bzw. Informationsdefiziten zusammen bzw. verlagern sich zunehmend auf den Faktor Kommunikation. Kommunikation ist Wechselwirkung: In Kommunikationssituationen beeinflussen sich die daran Beteiligten wechselseitig. Denn: „Man kann NICHT nicht kommunizieren!“ (Watzlawik Paul, 1969). Unter diesem Motto lernen die TeilnehmerInnen mit den Pferden als „Spiegel“ sich selbst und andere richtig zu „lesen“ und dementsprechend ihre Botschaften effektiv an ihre Mitmenschen/Umfeld zu richten.
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Verbesserung der Führungs- & Managementaufgaben: das Managementsystem integriert, koordiniert und kontrolliert die einzelnen Teilsysteme eines Unternehmens sowie die Beziehungen zur Umwelt. Somit steht jede Führungskraft zwischen den jeweiligen Beteiligten und ist das Zünglein an der Waage, um alles im Lot zu halten. Ziel: Die 4 Pferdetypen (Blind/Gehorsamer, Kluge, ADHS, & Gemütlicher Typ) sind als „Mitarbeiter“ wahre Herausforderungen für die TeilnehmerInnen. Denn jeder Typ muss anders abgeholt bzw. geführt werden und auch bei der Delegation von Aufgaben gibt es Unterschiede zu beachten.
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Steigerung der Motivation: Motivation ist ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor in einem Unternehmen. Denn Motivation ist die Frage nach dem Verhalten der Mitarbeiter. Dieses hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich gegenseitig beeinflussen. In dem Maße, wie sich die Einflussfaktoren ändern können, unterliegt auch die Motivation Änderungen, die man selbst gestalten kann! Ziel: Ein Pferd zur „Arbeit“ zu motivieren, ist gar nicht so leicht und so lernen die TeilnehmerInnen diverse Ansatzpunkte zur Motivation und vor allem die Basis der „intrinsischen“ Motivation (Selbstmotivation). Denn nur wer sich selbst motivieren kann, kann auch andere motivieren!!! Es ist auch wichtig die Gründe für das Verhalten zu kennen und zu wissen. Denn, ob man jemanden erfolgreich motivieren kann, hat sehr viel mit seinen inneren Einstellungen zu tun.
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Teamwork stärken durch Interaktion: Ein Team ist für einen ganzen, geschlossenen Arbeitsgang verantwortlich und das Ergebnis ihrer Arbeit wird als „Produkt oder Dienstleistung“ an einen internen oder externen Empfänger gesehen. Alle Teammitglieder sind sich bewusst, dass sie Teil einer Arbeitsgemeinschaft sind und deshalb dasselbe Schicksal teilen: der Erfolg/Misserfolg des einzelnen, bedeutet Erfolg/Misserfolg für das ganze Team. Ziel: Mittels Reflexion wird einerseits spielerisch mit den Pferden durch Selbsteinschätzung versus Fremdeinschätzung die Persönlichkeit und Funktion im Team sichtbar gemacht und anderseits wird durch das Lösen von speziellen Aufgaben mit den Pferden im Team das Wir-Gefühl gefördert.
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Kooperative Konfliktlösungsstrategien: Angesichts der Komplexität von Projekten, der Fülle von zu erledigenden Aufgaben, der vielen verschiedenen Personen in ihren unterschiedlichen Rollen ist es unvermeidlich, dass es zu Konflikten kommt. Konflikte weisen darauf hin, dass etwas veränderungswürdig ist. Deshalb ist es für die Organisation und allen Beteiligten von Vorteil, wenn Konflikte beizeiten erkannt und gelöst werden. Ziel: Mittels Hilfe der Pferde als Mediator sollen die TeilnehmerInnen lernen, dass nicht der Konflikt an sich, sondern der angemessene und geschickte Umgang damit es ist, was die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beteiligten fördert. Weiters geht es die schlummernden positiven Kräfte zu entdecken, die aus der kooperativen Lösung eines Konfliktes nutzbar gemacht werden können.
Preis: auf Anfrage, es sind auch mehrtägige Workshops/Seminare/Vorträge möglich, da die Harmonia Ranch 10 bis 12 Teilnehmer/innen Platz bietet…